Die Sorgen des Landeselternrats sind nachvollziehbar und verdienen eine ernsthafte politische Antwort. Wenn Eltern in dieser Breite auf Probleme im Schulsystem hinweisen, ist das ein deutliches Signal.
„Viele der Punkte, die der Landeselternrat jetzt anspricht, begleiten die bildungspolitische Debatte in Brandenburg schon seit Längerem“, erklärt Ralf Tiedemann, bildungspolitischer Sprecher der FDP Brandenburg. „Sie zeigen, wie dringend strukturelle Verbesserungen notwendig sind.“
Die Situation an vielen Schulen ist angespannt: Unterrichtsausfall, Lehrkräftemangel und steigende Anforderungen treffen auf begrenzte Ressourcen. Die Kürzung von Lehrerstellen bei gleichzeitig steigenden Schülerzahlen hat diese Entwicklung zusätzlich verschärft.
„Aus unserer Sicht wäre es wichtig, diese Entscheidung noch einmal zu überprüfen“, so Tiedemann. „Stabile personelle Rahmenbedingungen sind eine Voraussetzung für verlässlichen Unterricht.“
Gleichzeitig weist die FDP Brandenburg darauf hin, dass nachhaltige Verbesserungen sowohl zusätzliche Mittel als auch strukturelle Anpassungen erfordern.
„Wir setzen uns seit Langem dafür ein, Schulen mehr Gestaltungsspielräume einzuräumen und sie organisatorisch zu entlasten“, betont Tiedemann. „Das kann dazu beitragen, vorhandene Ressourcen wirksamer einzusetzen.“
Ansatzpunkte der FDP Brandenburg
Aus Sicht der FDP bieten sich mehrere Ansatzpunkte an:
- eine Weiterentwicklung der Lehrkräfteausbildung, etwa durch praxisnähere und effizientere Ausbildungswege
- mehr Eigenverantwortung für Schulen, insbesondere bei Organisation und Ressourceneinsatz
- eine stärkere Konzentration auf Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik
- multiprofessionelle Teams, um Lehrkräfte zu entlasten und Schulen im Umgang mit sozialen Herausforderungen zu unterstützen
- eine Weiterentwicklung der Inklusion, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler besser gerecht wird
Zur Inklusion merkt Tiedemann an:
„Gemeinsames Lernen braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Ohne ausreichende personelle Unterstützung stößt es schnell an Grenzen.“
Angesichts der angespannten Haushaltslage plädiert Tiedemann für klare Prioritäten:
„Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Bildung im Blick zu behalten und langfristig zu denken.“
Die FDP Brandenburg spricht sich daher für eine sachliche Neubewertung der aktuellen Maßnahmen und für eine Stärkung der Schulen aus.
„Unser Ziel ist eine Schulpolitik, die Verlässlichkeit schafft, Qualität sichert und allen Beteiligten realistische Arbeitsbedingungen bietet“, so Tiedemann abschließend.
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